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Kategorie: Kunst Zitate

Was ist Kunst ?

Was ist Kunst ?

Hier mal ein paar Definitionen, die man auf der ersten Google-Fundseite findet:

Kụnst Substantiv [die] […] das schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken (wie Malerei, Musik, Literatur), für das jmd. Begabung und ein bestimmtes Können braucht.

Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind.

Kunst ist ein kulturelles Tätigkeitsfeld, in dem Menschen sich aufgrund ihrer Begabung, Fähigkeiten und Fertigkeiten ernsthaft bemühen, ihre Gefühle und Gedanken durch ein selbst geschaffenes Werk oder durch eine Handlung auszudrücken

Kunst […] schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit den Mitteln der Sprache, der Töne in Auseinandersetzung mit Natur und Welt.

 

Sehr schwer zu greifen, ein abstrakter Begriff eben. Es geht auch einfacher, wie hier bei Kunstgeschichte-online:

Kunst ist das, was man selbst als Kunstwerk betrachtet. 😉

Malerei ist das Medium mit der meisten Zauberkraft ( Chuck Close )

Malerei ist das Medium mit der meisten Zauberkraft ( Chuck Close )

Malerei ist das Medium mit der meisten Zauberkraft. Jedes Mal, wenn ich in ein Museum gehe, erstaunt mich die transzendente Verwandlung wenn ich sehe, wie jemand bunten Erddreck auf eine flache Oberfläche reibt und Raum kreiert wo kein Raum ist oder dich an eine Erfahrung in deinem Leben denken lässt. Chuck Close (meine Übersetzung also ohne Gewähr …)

Ich bin auch jedes Mal verwundert, wie es möglich ist, das Künstler durch gezieltes – kombiniert mit intuitivem – Wirken mit solch einfachen Mitteln solche Reaktionen in uns erzeugen können. Ein Bildhauer verformt einen Klumpen Erde oder einen Stein, und wir sehen und verstehen mehr, als die Abbildung der Wirklichkeit oder eines Motivs. Wir erleben etwas ganz Neues. Oder Musik – eine Saite schwingt, durch eine Öffnung wird Luft geblasen und als Resultat der Aneinanderreihung von mehreren solcher Schallwellen fangen wir an zu träumen, nachzudenken, vergangene Erlebnisse vor unserem geistigen Auge zu sehen.

Ist das nicht erstaunlich? …

7 Gewohnheiten sehr erfolgreicher Künstler

7 Gewohnheiten sehr erfolgreicher Künstler

Ich hab mir einen Vortrag „7 habits of highly successful artists“ bei youtube angeschaut über 7 Gewohnheiten sehr erfolgreicher Künstler von Andrew Price.

Hier mal ganz kurz zusammengefasst:

 

  • # 1 daily work      …ohne Fleiß kein Preis …
  • # 2 volume not perfection      nicht die absolute Perfektion anstreben, sondern mehr produzieren, um mehr aus seinen Fehlern zu lernen, und sich so weiter zu entwickeln
  • # 3 steal like an artist     (im Sinne von Austin Kleon) Einflüsse anderer Künstler aufnehmen und diese Ideen weiterentwickeln
  • # 4 conscious learning    nicht fleißig produzieren und die selben Fehler immer wieder machen, sondern sich bewusst weiterentwickeln, bewußt an seinen Schwächen arbeiten etc.
  • # 5 rest     immer wieder Pausen einlegen und mit Abstand neu an die Sache herangehen
  • # 6 get feedback      sich durch Feedback verbessern und motivieren
  • # 7 create what you love     wenn man mit dem Herzen dabei ist, kommt auch etwas Inspiriertes bzw. Inspirierendes heraus

Klingt ganz einleuchtend ….

Nature is a haunted house – but Art – is a house that tries to be haunted. – Emily Dickinson

Nature is a haunted house – but Art – is a house that tries to be haunted. – Emily Dickinson

Nature is a haunted house – but Art – is a house that tries to be haunted.

– Emily Dickinson

Ich liebe Emily Dickinsons Lyrik (das Thema meiner Examensarbeit im ersten Staatsexamen lautete „Welt- und Existenzdeutung im lyrischen Werk Emily Dickinsons“).

Die Natur ist ein Geisterhaus – aber Kunst – ist ein Haus, das versucht, ein Geisterhaus zu sein. (meine Übersetzung)

Die Aussage … „ist nicht abwertend gegenüber der Kunst gemeint. Vordergründig sagt sie, dass die Kunst die Natur imitiert. Aber die Implikationen dieser lyrischen Zeile geht tiefer. Für Dickinson ist die Natur eine Wohnstätte, spukhaft und geheimnisvoll, bevölkert mit Gottes Geschöpfen, inmitten der Phänomene die Gott schafft and reguliert […]“  http://www.nku.edu/~emily/bradshaw.html

‚Nature is a haunted house‘ impliziert, dass die Natur mit Mysterien und falschen Zeichen angefüllt ist, die den Menschen über den Sinn der Dinge in der Natur und Gottes Willen im Erschaffen der Natur täuschen. Der zweite Teil des Satzes offenbart die Rolle des Dichters. Der Dichter soll nicht einfach die Natur wiedergeben, sondern den Charakter der Macht Gottes in der Welt herausarbeiten.  (s. http://www.sparknotes.com/poetry/dickinson/themes.html)

Zu diesen Interpretationen möchte ich noch meine eigenen Gedanken hinzufügen. Ein Haus wird von einem Erbauer errichtet. Wir als Menschen müssen uns dieses Haus, das uns Gott zur Verfügung stellt, zum Heim machen. „Haunted“ heisst für mich nicht nur mysteriös und übernatürlich (etwas, das man nicht vollständig erklären kann, das nie ganz greifbar ist) sondern auch Geist enthaltend, „beseelt“. Ein Ort erfüllt mit Leben, mit Seelen und den „Geistern der Vergangenheit“.

Das Bemühen des Künstlers liegt darin, sein eigenes Geschöpf, sein „Haus“ bzw. seine Kunst lebendig zu machen, zu „beseelen“, indem er oder sie den Betrachter in seiner Seele berührt und ihn so tiefer leben lässt. Die Natur ist per se beseelt. Kunst wird erst lebendig, wenn sie erschaffen und durch die Kommunikation mit dem Betrachter „beseelt“ wird.